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Project Citizen Behavior: Kooperatives Verhalten in betriebsübergreifenden Projekten

Projektorientiertes Arbeiten nimmt im Unternehmensalltag eine zunehmend wichtige Rolle ein. Wie die Studie „Mit Projekten Unternehmen erfolgreich führen“ belegt, wächst der Anteil projektbasierten Arbeitens schneller als prognostiziert. Damit nimmt auch die Zahl zwischenbetrieblicher Projekte zu, in denen Mitarbeiter unterschiedlicher Organisationen in einem betriebsübergreifenden Projektteam zusammen arbeiten. Die Mitarbeiter befinden sich in einem betriebsübergreifenden Projekt in einer durchaus schwierigen Position, da sie einerseits ihrem Unternehmen verpflichtet sind und andererseits ihrem Projekt. In der empirischen Studie „Kooperatives Verhalten in zwischenbetrieblichen Projekten“ hat der Lehrstuhl für Unternehmenskooperation des Instituts für Management an der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der GPM das kooperative Verhalten von Projektmanagern und Projektmitarbeitern untersucht und die Ergebnisse in der Fachzeitschrift pm aktuell (Ausgabe 01/2012) erläutert.

Rahmenbedingungen für kooperatives Verhalten
Wie können kooperative Verhaltensweisen in einem Projekt stimuliert werden, in welchem Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmen aktiv sind, die ein gemeinsames (Projekt-) Ziel verfolgen, obwohl die Unternehmen sich teilweise sogar in einer Konkurrenzsituation befinden? Anhand dieser Leitfrage haben Timo Braun, Dr. Gordon Müller-Seitz und Prof. Dr. Jörg Sydow – die Autoren des Artikels „Kooperative Verhalten in zwischenbetrieblichen Projekten“ – das Modell des „Project Citizen Behavior“ (PCB) entworfen, in dem „das einzelne Projekt als temporäres System einen Bezugspunkt für kooperatives Verhalten darstellt“. Unter dem Begriff des Project Citizen Behavior lassen sich vier Dimensionen ausmachen: Hilfsbereitschaft, Loyalität, Compliance und Initiative, deren Entstehen aktiv gefördert werden kann. Beispielsweise ist es bei der Zusammenstellung der beteiligten Unternehmen vorteilhaft, „auf eine Branchenexklusivität zu achten und die direkte Konkurrenzsituation zu meiden“, schreiben die Autoren in der pm aktuell. Des Weiteren sei es wichtig, in der Startphase des Projekts kooperative Verhaltensweisen in einer Kick-off-Veranstaltung zu initiieren, in der sich die Projektmitarbeiter persönlich kennenlernen können und im Projektverlauf solle auf ein ausgeglichenes kooperatives Verhalten der Projektmitarbeiter geachtet werden.

Hier finden Sie den pm aktuell Artikel „Kooperative Verhalten in zwischenbetrieblichen Projekten“

Weitere Informationen zu der Studie der Freien Universität Berlin und der GPM finden Sie hier.