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Agilität, Scrum, Kanban

Agile Unternehmen in Deutschland haben Seltenheitswert

Studie deckt Kluft zwischen Selbstwahrnehmung und Realität auf

Wenn Unternehmen gefragt werden, wie agil sie in ihrem Vorgehen und ihren Strukturen sind, dann öffnet sich eine große Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit: 71% der deutschen Unternehmen halten sich für zumindest durchschnittlich agil, aber nur 14% der Organisationen haben tatsächlich schnelle und flexible Entscheidungsprozesse geschaffen. Dies ist das Ergebnis der Studie Potenzialanalyse agil entscheiden von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut.

Ausgangspunkt der Studie ist die Erkenntnis in der deutschen Wirtschaft, dass herkömmliche Entscheidungswege nicht mehr funktionieren: Die Manager müssen wesentlich schneller (60%) und häufiger (49%) Entscheidungen treffen als noch vor 5 Jahren. Zwar ermuntert das Management die Mitarbeiter, Verantwortung zu übernehmen (90%), doch wirklich agil sind nur 14% der Unternehmen strukturiert und an einer entsprechenden Anpassung der Hierarchie (Abbau) arbeiten nur 30% der Teilnehmern, so die Studie weiter.

Intuition versus Information

Eine weitere Schwäche macht die Sopra Steria-Studie im Bereich der Entscheidungsfindung aus: Trotz des Bewusstseins, Entscheidungen schneller und häufiger und in immer komplizierteren, komplexeren Sachverhalten treffen zu müssen, verlassen sich Manager weiterhin stark oder sehr stark auf ihre Erfahrungen und ihre Intuition (90%). Erkenntnisse aus ERP-Systemen (54%), Big Data (26%) Predictive Analysis (15%), Collaboration Tools (14%) und K.I. (9%) spielen für sie bestenfalls die zweite Rolle.

Für die Studie „Potenzialanalyse agil entscheiden“ wurden mehr als 300 Geschäftsführer, Vorstände, und Führungskräfte von Finanzdienstleistern, Energie- und Telekommunikationsunternehmen, aus dem verarbeitenden Gewerbe und der Öffentlichen Verwaltung befragt.