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Hybrides Projektmanagement: Klassisch mit einer Portion agil?

Agile Vorgehensweisen erfreuen sich im Projektmanagement seit geraumer Zeit auch außerhalb der Softwareentwicklung einer großen Beliebtheit. Agil ist „in“, die Wasserfall-Vorgehensweise ist weitgehend „out“. Die Anwender agiler Methoden versprechen sich in erster Linie eine kürzere Produkteinführungszeit, die Optimierung der Qualität und die Reduktion der Risiken des Projekts, so das Ergebnis der Studie Status Quo Agile 2016/2017 von Prof. Dr. Ayelt Komus von der Hochschule Koblenz. Dabei bewerteten die weit über 1.000 internationalen Studienteilnehmer die erreichten Verbesserungen durch agile Vorgehensweisen sehr viel höher als den benötigten Einführungsaufwand. Bemerkenswert: Die deutliche Mehrheit der Anwender nutzt agile Methode nur selektiv oder in einer Mischform, stellt die Studie Status Quo Agile 2016/2017 fest.

Was sind nun hybride Vorgehensweisen: Klassische Vorgehensweisen gemischt mit einer Portion Agilität? Diese Sichtweise beschreibt nur einen Teilbereich der hybriden Varianten. Ausgehend von den drei Managementkulturen „klassisches Projektmanagement“, „Lean Management“ und „agiles Projektmanagement“ ergeben sich unterschiedlichste Kombinationen, die jeweils ihren eigenen Charme und gleichzeitig ihre Begrenzungen haben.

Der Projektmanagement-Verband IAPM International Association of Project Managers gibt in seinem lesenswerten Leitfaden „IAPM Hybrid PM Guide 2.0“ eine Einführung in hybrides Projektmanagement und dessen Bestandteile. Der Guide ist in die drei Teile „Klassisches Projektmanagement“, „Lean Management“ und „Agiles Projektmanagement“ gegliedert und beschriebt, welche Formen von hybridem Projektmanagement es gibt und auf welcher Entscheidungsgrundlage ein geeignetes hybrides System erstellt werden kann.